Studiengebührenexpertise bei der LHG
Geschrieben am 6. Juni 2009 von Anna Nelles und Boris PlüschkeWir informieren uns ja auch manchmal, was unsere Konkurrenz so macht und haben gestern mal gemütlich im Wahlprogramm der LHG geschmökert. Dort haben wir auch viele spannende Sachen zu den Studiengebühren – politisch weichgespült Studienbeiträge – gelesen. Und da ja LHG auch für lustige Hochschulgruppe steht, haben wir dort einige lustige Sachen gefunden:
- So ist die LHG zum Beispiel der Meinung, dass sie Einfluss auf die Studienbeitragsvergabe an der RWTH Aachen nehmen könnte. Dem ist leider nicht so. Die Einflussnahme, die auf die Studiengebühren besteht – es werden an der RWTH keine Studiengebühren ohne die Erlaubnis der Studis ausgegeben (dank der AlFa) – geschieht auf den Ebenen der Fakultäten und Fachgruppen, sowie hochschulweit beim Jour Fixe. Doch an beiden Stellen hat die LHG keine Vertreter. Denn außer ein paar versprengten Kandidaten, haben wir noch nicht viele LHGler in den Fachschaften gefunden. Dummerweise sind es aber die Fachschaften und damit hauptsächlich die Mitglieder der AlFa, die die Studiengebühren in den Fachgruppen/Fakultäten überwachen. Auch auf der Hochschulebene sind keine LHG-Vertreter an der Vergabe beteiligt. Die Vergabe wird von der Gruppensprecherin der Studierenden im Senat – zur Zeit Christine Blesinger (AlFa) – und prinzipiell von der AStA Vorsitzenden, so sie denn engagiert ist, gemacht. Also auch keine LHG Mitglieder. Aber wir freuen uns darauf, dass die LHG demnächst Einfluss nehmen will. Vielleicht haben dort ja Menschen verstanden, wie wichtig diese Arbeit ist, obwohl sie zur Zeit leider keine wirkliche Chance haben einzugreifen.
- Eine zweite lustige Stelle im Wahlprogram: die LHG ist dagegen, dass aus den Studiengebühren Rücklagen gebildet werden. Recht so, dieser Meinung sind wir auch! Darum gibt es diese an der RWTH Aachen ja auch nicht. Nun gut, man kann ja immer mal was schreiben, was keinen Bezug zu Aachen hat, aber so richtig überzeugt sind wir nicht, warum wir diese Aussage lesen müssen. Alleine die Tatsache, dass Herr Pinkwart – das ist unser Innovationsminister (FDP) – einige Hochschulen in NRW ermahnt, dass sie keine Rücklagen bilden sollen, kann doch wirklich kein Grund sein, davon auszugehen, dass man an der RWTH Aachen Rücklagen gebildet hat. Wir hoffen, dass hier nicht die Parteinähe den Sachverstand getrübt hat.
In diesem Sinne, werden wir sehen, welches Wahlprogramm uns demnächst über den Weg laufen wird. Man möge sich in Acht nehmen, denn die wirklich Expertise in Sachen Studiengebühren scheint sich eindeutig bei uns zu befinden.
Allerdings kann man auch noch eindeutig tiefer sinken, als bei der LHG: im jetzigen AStA (STUDIUM, RCDS, LHG) soll es ja auch Gruppierungen geben, die sogar für Studiengebühren sind. Deren Programme sind also mit besonderer Vorsicht zu genießen.
