Engagement ist AlFa
Geschrieben am 25. Juni 2009 von Boris PlüschkeWenn ihr darüber nachdenkt, wen ihr bei der nächsten SP-Wahl wählen wollt, dann ist es sicherlich sinnvoll sich anzuschauen, woher die Kandidierenden der Listen kommen, was sie so gemacht haben und wie sie sich bisher engagiert haben. Denn ihr wählt beim Studierendenparlament schließlich die AStA-Koalition mit – der AStA wird von der Mehrheit des SPs gewählt. Im AStA sitzen dann die Leute, die euch zusammen mit den SenatorInnen ein Jahr lang hochschulweit vertreten sollen. Das sind die Menschen, deren Aufgabe es ist, sich für eure Interessen gegenüber Hochschule und Land einzusetzen. Daher sollte man sich fragen, ob diese Leute nicht auch eine Qualifikation für dieses Amt haben sollten oder ob das einfach jeder machen kann, der euch so über den Weg läuft und es für seinen Lebenslauf benutzen will.
Wir in der AlFa sind der Meinung, dass man lernen muss, wie man euch effizient und effektiv vertritt. Man muss die nötigen Kontakte in der Hochschule und zu den Fachschaften knüpfen. Man muss lernen, wie die RWTH Aachen tickt. Man muss lernen, wie Projekte an unserer Hochschule umgesetzt werden (können). Man muss lernen, wo eure Probleme überhaupt liegen und wie man sie erfolgreich lösen kann. Dieses Wissen bekommt man nicht über Nacht, wenn man aus Versehen in den AStA gewählt wird, sondern es muss erlernt werden. Diesen Lernprozess haben alle unsere Mitglieder hinter sich, da sie aus den Fachschaften kommen und dort schon an diesen Problemen zumindest im kleinen gearbeitet haben. Wir haben zahlreiche Mitglieder auf unserer Liste, die diesen Lernprozess auch schon seit Jahren begehen und euch seit Jahren erfolgreich hochschulweit vertreten. Da wären zum Beispiel unsere SenatorInnen Christine Blesinger, Felix Gathmann und Billie Schulte-Barendorf sowie Martin Henze (u.a. Rektoratskomission für Lehre) oder Boris Plüschke (StOEHn, ehem. Projektleiter im AStA).
Wenn wir hingegen in die anderen Listen gucken, sieht es da mit der nötigen Erfahrung sehr traurig aus. Senatoren findet man dort gar nicht. Auch Menschen mit Fachschaftserfahrung findet man nur noch ganz selten. Guckt man sich die parteipolitischen Listen an, so sind dort viele Kandidierende von den jeweiligen angeschlossenen Stiftungen (z.B. Friedrich- Naumann- Stiftung bei der LHG oder Friedrich- Ebert- Stiftung bei den Jusos) angeworben. Diese Kandidierenden haben zwar den Auswahlprozess der Stiftung erfolgreich überstanden; dabei wird aber tendenziell geprüft, ob die Gesinnung und die Noten passen. Das ist zwar nett, bringt euch aber bei der Lösung eurer Probleme rein gar nichts, da das für die Vertretung von Studierenden nötige Wissen nicht vorhanden ist.
Auch ist es wichtig, dass sich die Leute für euch engagieren. Denn Ergebnisse kommen nicht von selbst, sondern wollen erarbeitet werden. Bei uns auf der Liste findet ihr im oberen Bereich einige, die für euch regelmäßig mehr als 10 Stunden pro Woche in Gremien und Ausschüssen verbringen. Auch der Rest verbringt jede Woche mehrere Stunden damit, euch zu vertreten. Und das alles für lau: Sowas nennt man Engagement. Auch hier sei wieder ein Blick auf die anderen Listen gewagt. Schauen wir uns doch mal die Listen an, die gerade den AStA stellen. Das sind zur Zeit STUDIUM, LHG und RCDS. Der AStA besteht derzeit (7. Juni) aus 5 ReferentInnen und 22 ProjektleiterInnen. Hiervon werden mal gerade 2 Refs und 9 PLs durch die angetretenen Kandidierenden für das Studierendenparlament dieser drei Listen gestellt. Einige dieser ProjektleiterInnen sind scheinbar ihren Listen sogar so peinlich, dass sie nicht einmal auf deren Homepages erwähnt werden. Ob das nun Engagement ist? Wir finden eher nicht.
Daher, wenn ihr wählen geht, solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr Kandidatinnen und Kandidaten wählen wollt, die sich für euch engagieren und auch wissen, wie sie dies machen. Diese findet ihr bei uns auf der Liste der AlFa. Alternativ könnt ihr auch Kandidierende wählen, die an sich nicht wissen, um was es geht und wie es geht. Wir finden letztere Alternative eher suboptimal und weder zukunftsweisend noch nachhaltig.
