StOEHn und ECTS
ECTS
Früher gab es nur Semesterwochenstunden (SWS). So hatte das Fach Mechanik pro Semester 5 SWS, das Fach BWL A 3 SWS. Nun hat die Erfahrung von vielen Studenten aber gezeigt, dass das Verhältnis des Arbeitsaufwand nicht identisch ist, sondern durch die freiwilligen Kolloquia und den größeren Lernaufwand stärker auf der Seite des Faches Mechanik liegt.
Auch werdet ihr sehen, dass unter Umständen der Aufwand für Mathematik an der theoretischen Universität Eifeldorf entscheidend geringer ist als der in Aachen, obwohl beide Veranstaltungen 5 SWS umfassen. Damit man nun die Fächer besser als früher vergleichen kann, wenn man an eine andere Universität wechselt, hat man das European Credit Transfer System, kurz ECTS, eingeführt, in welchem jetzt nicht nur die Kontaktzeit, also die Zeit, in der man seinen Prof. oder Assistenten sieht, erfasst wird, sondern auch die Zeit, in der man zuhause als Vorbereitung von Übung und Klausur über Büchern und Aufgaben brütet. Man hat sich darauf geeinigt, dass es pro Jahr 60 Credit Points gibt, also pro Semester 30 CPs. Des Weiteren hat eine Lernwoche 40 Stunden und ein Credit Point entspricht 30 Stunden.

Und was macht jetzt STOEHn?
Doch woher wissen wir nun, dass das Fach Mechanik pro Semester 6CP umfasst? Die Wahrheit ist, wir wissen es gar nicht. Alle CP- Werte sind bisher Schätzwerte. Und diese wurden dann noch so lange verändert, bis die CP- Vorgaben im Bachelor gepasst haben. Damit nun aus diesen Schätzwerten reale Werte werden gibt es die Studentische Online Workload Erfassung der Aachener Hochschulen- kurz StOEHn. In diesem Projekt, welches von der FH und RWTH Aachen mit Unterstützung der Hochschulrektorenkonferenz unter Beteiligung von Hochschulverwaltung, Studenten und Rechenzentrum läuft, versuchen wir nun diese Werte zu ermitteln. Dies ist zum einen wichtig, um dafür zu sorgen, dass euer Studiengang studierbar ist (es kann ja sein, dass die Werte so niedrig angesetzt sind, dass ihr in Wirklichkeit 50 Stunden pro Woche Arbeiten müsst, oder dass die Verhältnisse zwischen den Fächern nicht stimmen). Zum anderen brauchen wir diese Werte auch für die Reakkreditierung. Wichtig ist nun, dass an den Befragungen, die via CampusOffice durchgeführt werden zum einen möglichst viele Studenten teilnehmen und dass auch jeweils möglichst zu jeder Befragung. Denn nur mit vielen kompletten Datensätzen können wir den Workload zuverlässig ermitteln. Und nur mit zuverlässigen Werten können wir dann was für die Qualität des Studiums machen. Von daher: geht stöhnen!
