Studiengebühren ade

Die Studienbeiträge sind abgeschafft! Gemeinsam mit den Vertretern deiner Fachschaft haben AlFa-Mitglieder hochschulweit aus den bisherigen Studienbeitragsmitteln verschiedenste Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre umgesetzt. Der Großteil von euch profitiert von den Kleingruppenübungen, besseren Bibliotheksausstattungen, Zweitwiederholerseminaren, Klausurvorbereitungen oder der Schaffung zusätzlicher Lernräume. Diese Maßnahmen dürfen nun nicht wieder aufgegeben werden.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plante bereits seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens die wegfallenden Mittel entsprechend zu kompensieren. Auch durch unseren Einsatz in deinem AStA werden die Mittel nun landesweit auf alle Studierenden in der anderthalbfachen Regelstudienzeit (statt wie geplant nur in Regelstudienzeit) aufgeteilt. Damit werden deutlich mehr Studierende an der RWTH mit einberechnet, wodurch wir einen größeren Teil der Ausgleichsmittel beanspruchen können. Trotzdem gibt es weiterhin eine Finanzierungslücke von ca. 3 Millionen Euro im Jahr: Zum einen dadurch, dass nun auch diejenigen Hochschulen Kompensationsmittel erhalten, welche bisher über keine oder geringe Studienbeitragsmittel verfügen. Zum anderen werden die infolge der Wehrpflichtaussetzung und des doppelten Abiturjahrgangs zusätzlichen Studienanfänger nicht berücksichtigt. Neben dem Verteilungsschlüssel werden wir uns in den Fachschaften und im AStA weiterhin für eine sinnvolle Verwendung der Kompensationsmitel einsetzen!

Die Voraussetzungen hierfür haben wir bereits geschaffen: Dem Rektorat gegenüber haben wir die studentische Mitbestimmung bei der Verwendung dieser Mittel betont und verteidigt. Aufgrund des konstruktiven Dialogs mit der Hochschule wurden unsere Forderungen erfüllt: Die Mittel werden wie bisher im Dialog mit den Studierenden vergeben – eine Praxis, die weit über die Vorgaben des Gesetzgebers hinausgeht und einmalig in Nordrhein-Westfalen ist.